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Kompakte Bauweise, Ausrichtung Steuerluftanschluss                

Die Auslegung eines Ventils wird durch den erforderlichen Durchflusswert bestimmt, woraus sich die Nennweite des Körpers ergibt. Aufgrund der physikalischen Zusammenhänge und eines einheitlichen Ventilsprinzips gibt es hier wenig Spielraum für die Baugröße. Wesentlich mehr Möglichkeiten im Bezug auf die Kompaktheit eines Ventils liegen im Design der Ventilbetätigungen. Innovative Elemente bei den SED-Ventilbetätigungen bieten hier besondere Vorteile. Der Platzbedarf eines Ventils hat wesentlichen Einfluss auf die Größe einer Anlage und somit auf den umbauten Raum, den Installationsaufwand, die Abnahme und die laufenden Betriebskosten. Durch die kompaktere Bauweise wird meistens auch das Handling bei Instandhaltungs- und Montagearbeiten verbessert. Besondere Bedeutung gewinnt das Kriterium Platz bei Anhäufungen von Ventilen und der dadurch verbundenen Möglichkeit der Minimierung von Toträumen.

SED hat Ventiltypen im Programm, die aufgrund folgender Kriterien eine besonders kompakte Ventilbauweise zulassen:

Die Querschnittsmaße der Ventilbetätigung liegen innerhalb der Abmessungen, die für Mediumsmembrane notwendig sind.

Die Ausrichtung des Steuerluftanschlusses für die Ventilbetätigung kann bestimmt werden, so dass der notwendige Platzbedarf für den Luftanschluss bzw. das Vorsteuerventil keinen Einfluss auf die Ventilanordnung hat. Natürlich besteht auch die Möglichkeit verschiedene Betätigungsausführungen beliebig zu kombinieren.

 

 
Ventilbetätigung geeignet für 2-Wege Durchgangskörper
Ventilbetätigung geeignet für alle Ausführungen, Zwei-Wege-, Mehrwege- und Behälterkörper
Abhängig von der Ventilkörperkonstruktion ergeben sich zwei verschiedene Montagemöglichkeiten. Die Durchgangskörper bis DN 80 besitzen Durchgangsbohrungen für die Montage des Antriebs. Das bedeutet, dass die Körper von unten über ein Sacklochgewinde mit dem Antrieb verschraubt werden können. Durch diese Art der Montage entfallen lose Teile wie Schraubenmuttern, Unterlegscheiben und offene Gewinde, was Vorteile in Bezug auf Montagearbeiten, Reinigungseigenschaften und Kompaktheit des Ventils hat. Bei T-, Mehrwege- und Behälterkörper sind aufgrund der Mediumsführung keine Durchgangsbohrungen im Körper möglich. Die Montage erfolgt über Gewindebolzen, die in den Ventilkörper eingeschraubt werden. Somit müssen Antriebsvarianten mit Durchgangslöchern verwendet werden.
 
 
 
   

Optimierte Reinigungseigenschaften im mediumsberührenden Bereich (CDSA-Design)

Ein wesentliches Merkmal der Ventilreihe Steripur und KMD 402 ist die einzigartige Gestaltung des Druckstücks, das den Schließdruck auf die Membrane überträgt. Durch die geänderte Führung konnten die Führungsnocken am Druckstück und die Aussparungen im Antriebsunterteil, die zur Führung der Nocken dienten, entfallen. Die Geometrie des Antriebunterteils, das die Membrane mit dem Ventilkörper verspannt, konnte damit kreisrund gestaltet werden.

Dadurch wird die Membrane auch bei Offenstellung des Ventils kreisrund an den Ventilkörper gepresst und kein Öffnungsschlitz an der Antriebsaussparung unterhalb der Membrane freigegeben (siehe Bild).

 
 
 
 
Die Vorteile sind:
  • Die anlageninterne Reinigung ist effizienter, wurde getestet und bestätigt nach EHEDG 01, Dokument Nr. 8
  • Geringe Neigung zum Absetzen von Feststoffen am Auslauf des Dichtstegs
  • Geringere Reinigungszeit von SIP-Systemen
  • Geringerer Einsatz von Chemikalien und Lösungen in CIP-Systemen
  • Verbessert die Ventilentleerung
  • Optimale Schließkraftverteilung über das Druckstück
  • Vorteilhaft für die Membranlebensdauer
  • Die Mediumsmembrane ändert sich nicht und bleibt mit allen auch herkömmlichen Antriebsarten identisch
 
Geschlossene glatte Oberfläche optimal zum Abwaschen
Ein grundsätzliches Designmerkmal bei SED Ventilbetätigungen ist die äußere Gestaltung, die das Ablaufen von Flüssigkeit in jeder Einbauposition gewährleistet und eine einfache und effiziente äußere Reinigung ermöglicht. Auf diese Weise werden Taschen, Aussparungen, Verstärkungsrippen, Kanten, scharfe Ecken und raue Oberflächen vermieden. Wo immer konstruktiv möglich, erfolgt die Verschraubung der Ventilbetätigung, die mit einem Innengewinde versehen ist, mit dem Ventilkörper von unten. Dadurch entfallen die Schraubenmuttern und Unterlegscheiben. Die Mediumsmembrane und auch im Falle eines Membranantriebs ist die jeweilige Membrane abgedeckt, wodurch die Reinigung wesentlich gründlicher und effizienter durchgeführt werden kann.
 
Flexible Membranaufhängung

Die Verbindung der Membrane mit der Ventilspindel erfolgt über einen Gewindestift. Eine Ausnahme bildet die kleinste Membranabmessung MA 8, bei der ein in Pilzform angeformter Gumminocken als Aufhängung dient und durch dessen Elastizität eine flexible Membranaufhängung gewährleistet wird. Bei Verwendung des Gewindestifts wird die flexible Aufhängung über eine zweiteilige Spindel erreicht. Das zweite Teil ist die Aufnahme für den Gewindestift, die 1,5 - 3 mm Spiel in der Verbindung mit der eigentlichen Spindel aufweist. Durch diese flexible Aufhängung wird in geschlossenem Zustand des Ventils eine punktuelle Belastung der Membrane über den Gewindestift ausgeschlossen. Die punktuelle Belastung, die bei geschlossenem Ventil auftreten kann, hätte zur Folge, dass nach kurzer Zeit der Gewindestift die Membrane im Zentrum beschädigt und somit unbrauchbar macht. Dies ist bei zweiteiligen PTFE Membranen besonders wichtig, da bei dieser Ausführung der Gewindestift in das PTFE eingepresst ist, das kaum elastische Eigenschaften aufweist.

Der geringste Druck, wirkend über den Gewindestift, würde das PTFE beschädigen und die Membrane zerstören. Bei einteiligen PTFE Membranen oder reinen Elastomermembranen, bei denen der Gewindestift im Elastomer eingebettet ist, wird eine punktuelle Belastung durch den Elastomer ausgeglichen. Alle Nennweiten der SED Sterilmembranventile für die zweiteilige PTFE Membrane eingesetzt werden kann, sind mit einer flexiblen Membranaufhängung ausgeführt. Einfachere Handhabung bietet die flexible Aufhängung auch in der Instandhaltung bei Membranwechsel. Dieses System bietet Vorteile gegenüber Bajonett- und alternativer Gewindeaufhängung, da je nach Membranausführung verschiedene Antriebsausführungen notwendig sind. 

Bei SED Ventilen mit Teflon- und Elastomermembranen ist die Aufhängung immer identisch, ganz gleich welche Membrane eingebaut wird. Somit sind die Antriebsausführungen membranunabhängig.

 

 

 

 
Gefasste Mediumsmembrane
Bei allen SED Antriebsbetätigungen ist die Mediumsmembrane gefasst. Das heißt, die Fließneigung, die jede Membrane aufweist, wird durch die mechanische Begrenzung reduziert. Ungeachtet der vorteilhaften optischen Erscheinung eines montierten Ventils mit einer gefassten Membrane, verringert sich das Risiko einer Leckage nach außen durch Nachlassen der Membranklemmung und dies vor allem bei höherer Temperaturbelastung.