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Die Beschaffenheit der mediumsberührenden Oberfläche hat großen Einfluss auf die Qualität des Verfahrenstechnischen Prozesses einer aspestischen Anlage. Durch das Polieren wird die Oberfläche, die in Kontakt mit dem Medium steht, verringert. Beim Ventilkörper wird die spezifizierte Oberflächenqualität durch mechanische Bearbeitung und elektrolytisches Polieren erreicht. SED bietet gemäß den Standards Oberflächen mit Rauhigkeiten Ra bis zu einer Qualität von 0,25 μm an. Die angegebene Rauhigkeit beschreibt bei SED immer den maximalen Wert.
Mechanisch wird die Oberfläche durch maschinelle oder manuelle Bearbeitung erreicht. Welche Verfahren angewendet werden, hängt von der Kontur der zu bearbeitenden Fläche ab. Bei den Ventilkörpern werden die hochwertigsten Oberflächen durch Schleifen mit verschiedenen Korngrößen -bis Korngröße 400- hergestellt.
Die Vorteile einer geringeren Rauhigkeit sind die glattere Oberfläche und die Verringerung der Fläche, die Kontakt mit dem Medium hat. Dadurch wird eine effizientere Reinigung, geringere Verschmutzung, geringere Gefahr von Einlagerung und Anhaftungen erreicht.
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| Die Oberflächenbeschaffenheit, Rauheit, wird nach DIN EN ISO 4287 an definierten Referenzpunkten gemessen und protokolliert (siehe Bild) |
Elektropolieren
Das elektrolytische Polieren (Elektropolieren) ist ein elektrochemischer Prozess, bei dem das zu polierende Teil als Anode und z.B. Kupfer als Elektrode dient. Die Einheit wird in einen Elektrolyt getaucht und eine Spannung zwischen 2 und 25 Volt angelegt. Durch den Stromfluss entsteht eine starke chemische Reaktion der an der Anode Material abträgt.
Der Vorgang muss nach genormten Verfahren so ausgelegt sein, dass mindestens 20 μm abgetragen werden. Der Abtrag erfolgt am stärksten an den Spitzen des Rauhigkeitsprofils.
Die Gründe für das Elektropolieren
- glänzendes Aussehen
- Glättung der Rauhigkeitspitzen durch Abtragen
- Reduzierung von Oberflächenspannung und Anhaftung des Mediums
- Entfernung von nichtmetallischen Einschlüssen
- verbesserte Korrisionsbeständigkeit durch Chromanreicherung der Oberfläche
Mikroskop- Ansichten:
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mechanisch geschliffen
mit Korn 400
Ra 0,25 μm |
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mechanisch geschliffen
und elektrolytisch poliert
Ra 0,25 μm
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Ra-Wert
Als Kenngröße für das Rauheitsprofil wird der arithmetische Mittelwert Ra verwendet.
Lt = 5,6 mm Taststrecke - gemessen werden dabei 5 Einzelmessstrecken Lc zu je 0,8 mm quer zum Schleifbild.

| Definition der SED Codes für Ra- Werte |
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Zuordnung zum Standard DIN 11866:
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Zuordnung zum Standard ASME BPE Tabelle SF-6:
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